Das iPad als Massenware

ipad2-2Als Steve Jobs das erste iPad vorstellte und es kurze Zeit später zum Kassenschlager wurde, bot man das Tablet zu einem Preis an, das die Bezeichnung unverschämt verdient hätte. Aber dennoch wollten „alle“ eines haben als gäbe es kein Morgen.

Nun sieht das ganze schon etwas anders aus und mit der neuen Preispolitik von Apple wurden zwei Dinge deutlich. Erstens, dass das schlechter bestückte iPad zu einem Preis mit enormer Gewinnmarge angeboten wurde, denn das iPad 2 besitzt einige Komponenten, die das erste Modell nicht inne hatte.

Vom Apple Zulauf überrascht, entwickelten die Konkurrenten ihre eigenen Tablet PCs mit der Absicht ebenso teure und sogar bessere Geräte am Markt zu platzieren. Bestes Beispiel ist das Motorola Xoom, das nach wie vor rein technisch das beste Tablet am Markt ist.

Nur haben die Motorola Verantwortlichen die Rechnung ohne Apple gemacht, denn anstatt nun ein konkurrenzfähiges Produkt dem iPad entgegenzusetzen, findet man sich nun in einem Dilemma, das lautet: das Xoom ist zwar ein tolles Tablet, aber zu teuer und schon gibt es erste Meldungen, die da lauten dass Motorola zu wenig Tablet PCs verkauft hätte.

motorola-xoomFakt ist aber, dass das Xoom derzeit preislich auf der gleichen Höhe liegt wie das iPad 2, welches rund 700 Euro kostet (3G Version). Natürlich mussten die Motorola Verantwortlichen den ursprünglichen Preis von über 800 Euro nach unten korrigieren aber das Marketing ist wohl dennoch nicht so gut, wie das von Apple.

Das Unternehmen aus Cupertino war schon immer dafür bekannt, dass es gleichwertige Produkte zu höheren Preisen anbot. Vergleicht man einen Mac mit einem PC bei gleicher Ausstattung, so liegt der Mac preislich (fast) immer über dem des PCs.

Über die Jahre hat man an dieser Preispolitik nichts geändert, bis das iPad 2 kam. Manchmal kann man die Konkurrenz dadurch überraschen, dass man das Gerät nicht besser, sondern einfach nur günstiger anbietet.

Nun wird das einstige „Edel-Tablet“ nicht nur in Supermarktketten wie Wal Mart, sondern angeblich auch bei Toys R Us angeboten. Nachdem Apple nun große Teile des Topsegments „abgegrast“ hat, wendet man sich wohl an die jüngsten Konsumenten, damit auch jedes Kind spätestens zu Weihnachten sein iPad unter dem Baum hat.


Datum: 8. April 2011
Verfasser: Daniel Jäger

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