iPad WePad und Google

Apple hat es zurzeit mit seinen Konkurrenten nicht leicht. Als der einstige Freund von Steve Jobs, Eric Schmidt ankündigte, dass Google ein eigenes Smartphone mit dem hauseigenen Betriebssystem Android auf den Markt bringen wolle, zuckte Jobs vermutlich zusammen. Als nun kurze Zeit später Google damit anfing auch andere Smartphones mit Android auszurüsten, war das Fass für Steve Jobs und Apple wahrscheinlich zu voll und man beschloss zurückzuschießen.

Vorgestern nun die offizielle Pressemitteilung Apples, man wolle sich mehr auf dem Werbemarkt aufhalten, was nichts anderes als ein Frontalangriff auf Googles Adsense und Adwords ist. Mit iAd wollen die Apple Verantwortlichen zuerst auf dem iPhone dann auf allen mobilen Geräten, wie iPod und iPad im milliardenschweren Werbemarkt mitmischen.

Nun die nächste “Hiobsbotschaft” aus “Good Old Germany”:

Als Konkurrenzprodukt zu Apples iPad, hat nun das Berliner Unternehmen Neofonie sein WePad zum Sommer 2010 angekündigt. Anders als das iPad möchten die Macher des WePad den Tablet PC für alle Inhalte offen halten und verweisen auf die Verlage, wie z.B. Springer die für die dargestellten Inhalte verantwortlich seien werden.

Apple hatte mit seinen sehr stringenten Richtlinien bei einigen Verlagen für Ärger gesorgt, da zu freizügige Darstellungen zensiert und sogar gelöscht wurden. So wurde beispielsweise das Stern App kurzzeitig gelöscht, da es nach Meinung der Apple Verantwortlichen zu viel nackte Haut zeigte.

Das WePad hat einige Vorteile zum Apple Produkt, so steckt ein 1,66 GHz Intel Atom Prozessor im Innern und das Display ist ebenfalls größer dimensioniert als beim iPad. Mit seinen 11,6 Zoll erreicht es eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel und unterstützt zudem noch Bluetooth, WLAN nach 802.11a/n und verfügt über eine Webcam, USB Anschluss und stellt auch Flashinhalte dar.
Das Einstiegsmodell des WePad kostet voraussichtlich rund 450.- Euro und bietet 16 GB Speicher und wiegt mit 800 Gramm etwas mehr als das iPad. Das größere Modell des WePad für ca. 570.- Euro besitzt ein 3G Modem, unterstützt GPS und stellt Videos in 1080p Auflösung dar.

Spannend wird die Auseinandersetzung, denn speziell europäische Verlage und Sender stehen den “Vermarktungsvorschriften” des iPad eher kritisch gegenüber und könnten durchaus das WePad für ihre Inhalte bevorzugen.
Ich gehe davon aus, dass das Werbemodell iAd sehr erfolgreich werden wird und außerdem wird vermutlich Apple schnellstmöglich seine zweite und verbesserte iPad Version auf den Markt bringen, um nicht auf dem europäischen Markt vom WePad geschlagen zu werden.


Datum: 13. April 2010
Verfasser: Daniel Jäger

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